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Luftverschmutzung: Folge sind Herz-Kreislauf- erkrankungen
Schmutzige Luft führt zu kranken Herzen

Zu einem überraschenden Ergebnis sind amerikanische Forscher bei der Untersuchung nach den Folgen von Luftverschmutzung gekommen: Demnach sterben mehr Menschen an Folgen von Herz- als durch Lungenkrankheiten, berichtet die American Heart Society.

"Wir haben gewusst, dass Luftverschmutzung nicht der wesentliche Grund für Atherosklerose-Erkrankungen ist, aber schlechte Luft sorgt für Entzündungen, die eine Atherosklerose beschleunigen und dadurch die Herzfunktion mindern", führt Studienautor C. Arden Pope von der Brigham Young University in Provo/Utah aus. Einige der Herzerkrankungen ließen sich durch bessere Luftqualität jedenfalls eindämmen, zeigt sich der Epidemiologe überzeugt. Die Studie wurde an mehr als einer halben Mio. Menschen durchgeführt und beweise eindeutig die Zusammenhänge zwischen Umweltverschmutzung und Gesundheit.

45 Prozent aller Todesfälle der Studienprobanden waren auf Herz-Kreislauferkrankungen zurückzuführen. Dazu zählen Todesfälle durch Herzinfarkte, Herzversagen und Herzinsuffizienz. Nur 8,2 Prozent der Todesfälle waren auf Atemwegserkrankungen zurückzuführen. Die Forscher haben die Sterblichkeitsraten in den Jahren 1982 bis 1998 anhand von Risikofaktoren untersucht und in nachfolgenden Erhebungen Daten von Bürgern, die über 30 Jahre alt waren und in amerikanischen Großstädten wohnten, deren Luftverschmutzungsdaten bekannt waren, ausgewertet. Dabei wurde besonders darauf geachtet die Wirkung von Schmutzpartikeln, die kleiner als 2,5 Mikrometer Durchmesser waren, zu untersuchen. Solche PM2,5 finden sich auch im Zigarettenrauch.

Während des 16-jährigen Beobachtungszeitraumes sind 22,5 Prozent der Probanden verstorben. Die Analyse der Todesfälle ergab eine eindeutige Korrelation zwischen der Luftverschmutzung und einem Anstieg der Todesfälle. Allein der Anstieg der PM2,5 um zehn Mikrogramm pro Kubikmeter Luft führte zu einer Steigerung von Herzerkrankungen um 12 Prozent. Bei ischämischen Herzerkrankungen (die in weiterer Folge zu Herzinfarkten führen) war das Risiko sogar um 18 Prozent höher, bei Herzstillstand und -insuffizienz stieg das Risiko um 13 Prozent. In weiteren Analysen konnten die Wissenschaftler auch feststellen, dass ehemalige Raucher ein um 26 Prozent höheres Risiko, aktive Raucher ein um 94 Prozent höheres Risiko hatten, an einer Herzerkrankung zu sterben. Damit ergab die Studie auch, dass Rauchen noch schädlicher ist als die Luftverschmutzung. Extrem gefährdet waren damit Raucher, die in luftverschmutzten Städten lebten.

WANC 23.01.04/pte

Die Luftverschmutzung kostet europaweit Menschenleben

ORF

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