Frauen
Männer
Allergien
Atmungsorgane
Augen, Ohren, Mund, Zähne
Diabetes, Stoffwechselkrankheiten
Haut
Herz-Kreislauf - Herzinfarkt, Schlaganfall
Infektionen, Immunsystem
Migräne, Kopf- und andere Schmerzen
Krebs
Leber, Magen, Darm, Niere, Schilddrüse
Rheuma, Rücken, Gelenke, Knochen
Psyche, Nerven, Gehirn, Suchtkrankheiten
Alternativ
Weitere Krankheiten
 
 

Foto: Stockbyte
Training auf dem Ergometer: Belastung bei Bluthochdruck-Patienten muss angemessen sein (Foto: Stockbyte)
Ausdauersport gegen Bluthochdruck

Körperliche Bewegung tut der Gesundheit gut. Sie kann aber auch dazu beitragen, bestimmte Krankheiten zu verbessern. So helfen insbesondere Ausdauersportarten, langfristig  erhöhten Blutdruck zu senken. Doch so ganz ohne Tücke ist das alles nicht. Denn kurzfristig steigt der Blutdruck erst einmal mehr oder weniger stark an. Deshalb kommt es auf die richtige Sportart und die angemessene Belastung an.

Bluthochdruck ist ein weit verbreiteter Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Schlaganfall und Herzinfarkt. Ausdauersport kann helfen, diese Gefahr zu senken. Denn bei einer nichtmedikamentösen Therapie stehe neben einer gesundheitsorientierten Ernährung und geringem Alkoholkonsum regelmäßige sportliche Aktivität im Vordergrund, erläutert Sven Fikenzer von der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement/BSA-Akademie in Saarbrücken. “Besonders effektiv sind 30 bis 60 Minuten pro Tag ausdauerorientierter Sport.”

“Laut der Leipziger Blutdruckstudie ist jeder vierte Deutsche zwischen 20 und 30 Jahren von Bluthochdruck, der sogenannten arteriellen Hypertonie, betroffen - oft ohne es zu wissen”, sagt Fikenzer. Durch Ausdauersport könne der Blutdruck dem American College of Sports Medicine zufolge um 5 bis 10 mmHg bei beiden Werten abgesenkt werden. Am besten eignen sich dazu Rad-Ergometertraining, Low-Impact-Aerobic sowie Joggen oder Walken.

Insgesamt verbessert körperliche Aktivität die Leistungsfähigkeit des Herz-Kreislauf-Systems und wirkt sich sehr positiv auf die Gesundheit des Herzens aus. „Entscheidend ist dabei die Regelmäßigkeit des Trainings,” mahnt Dr. Norbert Smetak, Vorsitzender des Bundesverbandes Niedergelassener Kardiologen (BNK). Dabei müssten keine Höchstleistungen vollbrachte werden. „Im Gegenteil, die individuelle Belastungsgrenze sollte nicht überschritten werden,” rät Smetak. Man solle lieber langsam laufen oder Rad fahren und dafür die Trainingszeit entsprechend verlängern.

Ausdauersportarten haben einen günstigen Trainingseffekt auf das Herz-Kreislaufsystem. Und: Man kann Intensität und Pensum gut auf die individuelle Erkrankungs- und Leistungssituartion abstimmen. Ist man untrainiert, sollte man den Sport am Anfang ruhig angehen lassen. Wer medikamentös richtig eingestellt ist, müsse trotz Hypertonie nicht fürchten, in seiner sportlichen Leistungsfähigkeit eingeschränkt zu sein, rät Fikenzer. Würden allerdings Betablocker eingenommen, sei eine Leistungsdiagnostik beim Kardiologen oder Sportmediziner empfehlenswert.

Eine Studie von Dr. Gunnar Engström von der Universität Lund in Schweden, die über 25 Jahre gelaufen ist, hat ergeben, dass bei Hypertonikern, die fit waren, die kardiovaskuläre Mortalität um 70 Prozent niedriger war als bei Hypertonikern, die körperlich inaktiv waren. Absolut betrugen die Todesraten pro 1000 Personen-Jahre 17 Prozent und 40 Prozent.

Bei Menschen mit normalem Blutdruck in der Studie, die fit waren, war die kardiovaskuläre Sterberate im Vergleich zu inaktiven immerhin noch um 20 Prozent vermindert, mit absoluten Todesraten pro 1000 Patienten-Jahre von 25 Prozent für inaktive und 21 Prozent für fitte Personen. Pro abtrainiertem Kilogramm Körpergewicht sank der Blutdruck um 1,5 bis 2 mmHg systolisch und um 1,2 bis 1,5 mmHg diastolisch.

WANC 20.08.10, Quelle: Bundesverband Niedergelassener Kardiologen (BNK), Ärzte Zeitung

Ausdauertraining stärkt das Herz

Bluthochdruck: Der unterschätzte Killer

Senioren: Krafttraining gegen hohen Blutdruck

 
Seite versenden  
Seite drucken