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Dieselabgase schädigen direkt das Herz
Dieselabgase: Herzkranke sind besonders gefährdet

Schon lange ist klar, dass Luftverschmutzung Krankheiten verursachen oder verschlimmern kann. Nun wurde am Beispiel der Abgase von Dieselmotoren zum ersten Mal konkret nachgewiesen, wie sich die Luftverschmutzung im Körper des Menschen auswirkt.

Dieselabgase verursachen einen großen Teil der Luftverschmutzung. Sie beinhalten extrem kleine Teilchen, die einen Durchmesser von nur etwa einem zehntausendstel Millimeter haben. Diese Teilchen tragen an ihrer Oberfläche chemische Verbindungen, die ernsthafte Gesundheitsstörungen auslösen können. Davon besonders betroffen sind Menschen die schon an Lungen- oder Herzkrankheiten leiden.

Bisher ging man davon aus, dass Dieselabgase Entzündungen der Atemwege verursachen oder die Lungenbläschen schädigen und dadurch die Todesrate bei Lungen- und Herzkrankheiten ansteigt. Der schwedische Arzt Håkan Törnqvist hat diese Annahme nun überprüft und dabei festgestellt, dass weder bei gesunden noch bei kranken Personen sich die Atemwege entzünden oder die Lungenfunktion beeinträchtigen. Er fand jedoch heraus, dass es zu einer – wortwörtlich – tiefergehenden Schädigung kommt.

Törnquist setzte sowohl Gesunde, als auch Personen mit chronisch obstruktiven Lungenerkrankungen und solche mit Arterienverkalkungen für eine Stunde Dieselabgasen aus und untersuchte sie dann in verschiedenen Abständen. Dabei wiesen selbst die gesunden Versuchspersonen auch noch am Tag danach Funktionsstörungen der Blutgefäße auf. Der Mechanismus, mit dem sich die Blutgefäße ausdehnen und zusammenziehen, war gestört. Außerdem zeigten so genannte Entzündungsmarker im Blut, dass es zu Entzündungen der Blutgefässe kam.

Bei den kranken Versuchspersonen nahm darüber hinaus die Fähigkeit des Körpers ab, Blutgerinnsel selber aufzulösen. Der wichtigste Fund war jedoch, dass offensichtlich der gesamte Herzmuskel der herzkranken Versuchsteilnehmer nicht mehr mit genügend Sauerstoff versorgt wurde. Dadurch wird das Herz geschädigt und das Risiko eines Herzinfarkts steigt.

WANC 20.06.08/Quelle: Informationsdienst Wissenschaft

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