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Immer mehr Jugendliche sind von einem Herzinfarkt bedroht  (Foto: DAK/Egel)
Immer mehr Jugendliche sind von einem Herzinfarkt bedroht (Foto: DAK/Egel)
Junge Frauen und Männer vor Herzinfarkt kaum therapiert

Herzinfarkt ist eigentlich eine Krankheit der Alten. Und der Männer. Denkt man. Doch mittlerweile stellen Ärzte fest, dass nicht nur bei Frauen die Zahl der Herzinfarkte steigt, sondern vermehrt auch jüngere Menschen davon betroffen sind. Von 100.000 Menschen im Alter von 35 bis 64 Jahren sterben inzwischen zwischen 300 und 400 an einem Herzinfarkt - Tendenz steigend. In den USA hat eine Studie fest gestellt, dass gerade bei jungen Frauen und Männern die Vorsorge vernachlässigt wird.

Untersucht wurden 3000 Patienten mit einem Herzinfarkt, die in den Jahren 2003 bis 2010 aufgetreten sind. Dabei stellte sich heraus, dass bei 70,3 Prozent vorher keine Herz-Kreislauf-Erkrankung fest gestellt worden war. Und dass 60 Prozent davon Männer im Alter unter 55 Jahren und Frauen unter 65 Jahren waren. Dennoch war der Anteil derjenigen mit einem hohen Cholesterinwert genauso hoch wie bei älteren Frauen und Männern. Aber nur die Hälfte der jüngeren Patienten hatte vor dem Herzinfarkt eine Statintherapie zur Cholesterinsenkung und noch weniger Aspirin oder andere Herzmedikamente erhalten. Michael Miedema, vom Minneapolis Heart Institute moniert deshalb, dass jüngere Menschen, trotz gleich gelagerter Risikofaktoren, anscheinend von den Ärzten bei der Prävention vernachlässigt würden.

Schon Jugendliche haben Arteriosklerose
Dass gerade Jugendliche zunehmend von Herzinfarkt bedroht sind, wurde in anderen Studien belegt. Eine kanadische Studie hat beispielsweise gezeigt, eine zunehmende Zahl junger Frauen und Männer ein erhöhtes Risiko für Herzerkrankungen haben, weil sie unter Arteriosklerose leiden. Die Deutsche Herzstiftung warnt seit Jahren davor, dass immer mehr Jugendliche in Deutschland Gefahr laufen, in ihrem späteren Leben einen Herzinfarkt zu erleiden. Denn Übergewicht, das neben der Nikotin-Abhängigkeit zu den gefährlichsten Risikofaktoren für Herzkreislauf-Erkrankungen zählt, breite sich unter Heranwachsenden rasant aus.

17.11.2011/ Quelle: American Heart Association
 
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