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Foto: MPI für molekulare Biomedizin / Rui Benedito
Netzwerk aus Blutgefäßen: Vitamin K soll vor Verklumpungen schützen (Foto: MPI für molekulare Biomedizin / Rui Benedito)
Vitamin K: Das Arterien-Schutzprogramm

Vitamine sind Bollwerke des Körpers gegen Krankheiten. Das zu den fettlöslichen Vitaminen zählende Vitamin K hat Einfluß auf Blutgerinnung, Knochenstoffwechsel und Zellwachstum. Neuere Studien bestätigen jetzt anscheinend Spekulationen, dass Vitamin K gegen Gefäßverkalkung vorbeugend helfen kann.
 
Die Arteriosklerose ist eine sich über Jahre und Jahrzehnte entwickelnde Degeneration des Arteriensystems, wobei sich die Gefäße durch Kalkablagerungen verengen, ihre Elastizität verlieren und geschädigt werden. Die Erkrankung verläuft zunächst oft ohne Symptome, doch Durchblutungsstörungen, Thrombose sowie Herzinfarkt oder Schlaganfall drohen permanent.

Vor einigen Jahren entdeckte man, dass Vitamin K den Kalkablagerungen an Gefäßwänden und Herzklappen vorbeugen kann. Jetzt bekräftigen neuere Studien die positive schützende Wirkung von Vitamin K zur Verhinderung von Gefäßverkalkung.



Die zwei wichtigsten Arten von Vitamin K sind K1 (Phyllochinon) und K2 (Menachinon). Vitamin K1 findet man in grünem Blattgemüse wie Spinat, Kohl und Brokkoli. Allerdings wird nur sehr wenig Vitamin K1 vom Körper aufgenommen. Vitamin K2 dagegen wird effizienter verwertet. Es kommt hauptsächlich in tierischen Nahrungsmitteln wie z. B. Fleisch, Innereien, Butter, Eidotter und in bestimmten Käsesorten vor.

Vitamin K wird bereits seit geraumer Zeit in der Osteoporose-Therapie eingesetzt. Dort hilft es beim Aufbau von Knochen, ist an der Aufnahme von Kalzium in den Körper beteiligt und verbessert Knochendichte und Knochenstärke. Denn: Vitamin K dirigiert Kalzium an die richtigen und wünschenswerten Stellen im Organismus.



Dass Vitamin K auch vor dem Fortschreiten der Arterienverkalkung schützt, wird seit längerem vermutet. In einer dreijährigen Studie der Tufts University in Boston untersuchten Wissenschaftler, inwieweit sich Vitamin K1 (eigenommen mit einem Multivitaminkomplex mit 500 Mikrogramm (µg) Vitamin K1) auf die Arterienverkalkung auswirkte. Es zeigte sich, dass das Vitamin das Fortschreiten der Arterienverkalkung bei gesunden älteren Erwachsenen mit bereits bestehender Verkalkung verlangsamt, unabhängig von seinen Effekten auf die MGP-Konzentrationen. 



Durch Studien belegt ist die Schutzwirkung von Vitamin K2 gegen Herzerkrankungen. 2004 nahmen an der Rotterdam Herz-Studie über einen Zeitraum von zehn Jahren 4.807 Frauen und Männer im Alter von 55 Jahren oder älter teil. Dabei stellte sich heraus, dass jene Teilnehmer, die über diesen Zeitraum Vitamin-K2-reiche Nahrung verzehrten, deutlich weniger Kalkablagerungen in den Arterien aufwiesen. Gleichzeitig hatten diese Personen ein 50 Prozent geringeres Risiko, an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu sterben. Dies zeigte sich aber nur bei den Personen, die mehr als 45 µg Vitamin K2 pro Tag zu sich nahmen, nicht bei jenen, die viel Vitamin K1 konsumierten.



Im Jahr 2008 untersuchten Wissenschaftler der Universität Utrecht bei 564 postmenopausalen Frauen, ob die tägliche Aufnahme von Vitamin K1 und K2 möglicherweise einen Einfluss auf das Ausmaß einer Arterienverkalkung hat. Die Wissenschaftler stellten fest, dass rund 60 Prozent der Frauen Kalkablagerungen in den Herzkranzgefäßen hatten. Eine hohe K2-Aufnahme – ungefähr 45 µg pro Tag – konnte das Risiko einer Gefäßverkalkung um 20 Prozent im Vergleich zu den Frauen, die nur 18 µg täglich zu sich nahmen, verringern. Vitamin K1 ließ keinen Zusammenhang erkennen.

Auch danach hat ein hoher Verzehr vor allem von Vitamin K2 (anscheinend nicht von Vitamin K1) einen Einfluss auf eine geringere Verkalkung der Arterien.

WANC 17.09.09/ Quelle: DGK

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