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Schaufensterkrankheit: Beine wieder durchbluten

Warum die Krankheit Schaufensterkrankheit heißt? Weil die Gefäße in den Beinen der Betroffenen so verengt sind, dass durch sie kaum noch Blut rinnen kann. Das bedeutet aber, dass schon nach kurzer Zeit jeder Schritt höllische Schmerzen bereitet. Deshalb müssen die Leidenden ständig stehen bleiben, eine Pause einlegen und zur Tarnung die Schaufensterauslage bewundern. Ärzte berichten nun, dass Katheter die Versorgung der Beine mit Sauerstoff wieder herstellen können.

Eine Verkalkung der Beinarterien betrifft zwischen 4 und 7% aller Erwachsenen. Diabetiker haben ein besonders hohes Risiko. 20% der Diabetiker haben eine mangelnde Sauerstoffversorgung der Beine. Die Schaufensterkrankheit wird derzeit vor allem mit Medikamenten und Gehtraining behandelt.

Doch oft reicht das nicht aus. Dann bleibt nur ein chirurgischer Eingriff bei den Beingefäßen. Mittlerweile gibt es eine andere Alternative. Bei der Katheterbehandlung schieben die Mediziner von der Leiste aus einen Katheter in die Beinarterien, mit dem sie Engstellen dehnen und Blockaden beseitigen. Zukünftigen Verengungen kann durch Einlage einer Gefäßprothese, eines Stents, vorgebeugt werden. Der Erfolg dieser Therapie liegt bei 85% der Fälle, bei denen der Blutfluß wieder hergestellt werden konnte.

14.10.2011/ Quelle: DMW Deutsche Medizinische Wochenschrift 2011; 136 (40): S.1994-1997
 
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