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Foto: portal naturheilkunde
Unbeschwert leben durch dünneres Blut – ob es dazu besonderer Blutverdünner braucht – ob chemisch oder natürlich – ist umstritten (Foto: portal naturheilkunde)
Blutverdünnung: Arginin statt ASS?

Viele Menschen sorgen vor: Weil sie Angst vor dickem Blut haben, das zu einer Verengung der Blutgefäße und damit zu Herzinfarkt oder Schlaganfall führen kann, nehmen sie Blutverdünner ein. Am häufigsten Aspirin. Doch die Acetylsalicylsäure hat ein Manko: Sie kommt mit Nebenwirkungen daher, meist im Verdauungstrakt. Manche sagen, dass Arginin ein natürlicher und ähnlicher wirksamer Ersatz sein könnte. Doch wirklich belegt ist das noch nicht.

Bluthochdruck, verengte Gefäße und Durchblutungsstörungen machen unser Herz krank. Denn unser Herz funktioniert wie eine Pumpe, die unseren ganzen Körper mit Blut versorgen muss. Sind die Blutgefäße durch Ablagerungen eingeengt und der Blutdruck erhöht, muss diese Pumpe ständig Schwerstarbeit leisten. Dies kann schwerwiegende Folgen haben, bis hin zum Schlaganfall oder Herzinfarkt.

Die Arteriosklerose – Adernverkalkung - beginnt mit kleinen Ablagerungen im Inneren der Blutgefäße. Sie beginnt zunächst unbemerkt mit einer Funktionsstörung der innersten Schicht der Arterienwand, dem so genannten Endothel. Diese "endotheliale Dysfunktion" steht ganz am Anfang einer Arteriosklerose und zwar lange bevor die typischen Ablagerungen entstehen oder für einen Arzt sichtbar werden.

Erst später lagert sich Cholesterin ein und die Arterienwand wird dicker. Schließlich bilden sich die allseits gefürchteten Ablagerungen, auch Plaques genannt. Erreichen die Ablagerungen eine bestimmt Größe, kommt es zu Durchblutungsstörungen, die zu Schmerzen beim Gehen, Konzentrationsstörungen, Schwindel oder auch Engegefühl im Brustbereich führen. Der Blutfluss ist stark eingeschränkt und im schlimmsten Fall können sich Gerinnsel bilden, die das Gefäß verstopfen. Die Folgen sind Herzinfarkt oder Schlaganfall.

Das Gefährliche an der Arteriosklerose ist, dass sie meist still und leise verläuft. Man verspürt keine Schmerzen und Beschwerden treten in den meisten Fällen erst spät auf. Um diesem schleichenden Prozess vorzubeugen, nehmen zunehmend mehr Menschen chemische Blutverdünner ein, insbesondere Acetylsalicylsäure (ASS).

Allerdings scheiden sich nach wie vor die Geister, für welche Menschen die tägliche Einnahme sinnvoll ist. Und wie lange der Nutzen die Risiken rechtfertigt. Fest steht: ASS verhindert das Verkleben der Blutplättchen, verbessert den Blutfluss und gilt deshalb seit langem als effektiver Infarktschutz. Fest steht aber auch, dass ASS auch in niedriger Dosis ein Medikament mit zahlreichen Nebenwirkungen ist. So vertragen zum Beispiel Menschen mit einem empfindlichen Magen ASS oftmals nicht. Beschwerden wie Sodbrennen, Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen und Durchfälle sind als Nebenwirkungen häufig vertreten. Einem besonderen Risiko sind Menschen mit einer Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff Acetylsalicylsäure ausgesetzt.

Ob der Eiweißbaustein Arginin ein Ersatz sein kann, muss sich erst noch zeigen. Diese Aminosäure kommt in unserer täglichen Nahrung vor: in rotem Fleisch, Weizenkeimen, Sojabohnen, Garnelen und Nüssen. Arginin soll eine positive Wirkung auf das Herz-Kreislaufsystem haben, außerdem wird es als natürliches Potenzmittel gehandelt.

Arginin ist die Vorstufe eines wichtigen körpereigenen Botenstoffs - des Stickstoffmonoxids (NO). Dieses erweitert die Gefäße, verbessert die Durchblutung und trägt so unter anderem zur Senkung eines erhöhten Blutdrucks bei. NO normalisiert die Funktionsstörung der innersten Schicht der Arterienwand, denn bei einer Arteriosklerose wird das notwendige NO nicht mehr ausreichend in der Gefäßwand gebildet.

Arginin soll aber nicht nur die Fließeigenschaften des Blutes verbessern. Forscher um Prof. Dr. A. Saleh der Universität Kairo fanden in Untersuchungen heraus, dass Arginin das Verkleben der Blutplättchen und die Verdickung der Arterien-Innenschicht mindestens ähnlich gut verhindern soll wie ASS. Doch bei den bereits durchgeführten Studien handelt es sich bislang nur um erste Ergebnisse. Ein Beweis ist das noch nicht.

12.04.2011/ Quelle: portal naturheilkunde

 
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