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Herzinfarkt: Bieten Stammzellen eine neue Behandlungsalternative?

Bei einem Herzinfarkt verschließt ein Blutgerinnsel ein Herzkranzgefäß. In der Folge stirbt Herzmuskelgewebe ab. Immer wieder geschieht dies auch von den Betroffenen unbemerkt, die erforderliche schnellstmögliche Wiedereröffnung des Herzkranzgefäßes bleibt somit aus. Wichtige Teile des Herzmuskelgewebes vernarben, was zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Herzfunktion führt. Jetzt sollen körpereigene Stammzellen bei der Behandlung von Herzinfarkten eingesetzt werden.

Eine Injektion aufbereiteter körpereigner Stammzellen soll Herzinfarkt-Patienten helfen. Die Perfect-Studie schließt Patienten ein, die in der Vergangenheit einen Herzinfarkt erlitten und nunmehr einer Bypassoperation bedürfen. Dabei werden den Betroffenen Knochenmarkstammzellen entnommen und in einer spezifischen Suspension aufbereitet. Die Injizierung des körpereigenen Serums erfolgt während der notwendigen Bypassoperation direkt in das vernarbte Herzmuskelgewebe. Ziel der Studie ist es, so die Studienleiter, „durch die direkte Einbringung der körpereigenen Zellen das vernarbte Gewebe zu regenerieren und somit die Aktivität des Herzmuskels wieder herzustellen “.

Die Behandlung mit Stammzellen wird an fünf Herzzentren erprobt. In ungefähr einem Jahr sollen die ersten Untersuchungsergebnisse vorliegen.

11.11.2011/ Quelle: Herzzentrum Leipzig
 
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