Frauen
Männer
Allergien
Atmungsorgane
Augen, Ohren, Mund, Zähne
Diabetes, Stoffwechselkrankheiten
Haut
Herz-Kreislauf - Herzinfarkt, Schlaganfall
Infektionen, Immunsystem
Migräne, Kopf- und andere Schmerzen
Krebs
Leber, Magen, Darm, Niere, Schilddrüse
Rheuma, Rücken, Gelenke, Knochen
Psyche, Nerven, Gehirn, Suchtkrankheiten
Alternativ
Weitere Krankheiten
 
 

Foto: Stock photo
Ärger kann ein schwaches Herz in den Herzinfarkt treiben (Foto: Stock photo)
Herzkranke: Zu Tode ärgern

Buchstäblich zu Tode ärgern, können sich Menschen mit schachem Herzen. Zu viel Wut und Ärger kann bei ihnen eine unregelmäßigen Blutfluss verursachen und zum Herzinfarkt führen.

Kardiologen der Yale University stellten fest, dass leicht erregbare Herzkranke einem weit höheren Herzinfarkt-Risiko ausgesetzt sind als Patienten mit ausgeglichenem Gemütszustand. Dazu untersuchten die Forscher 62 Patienten, die an Koronarverkalkung oder krankhaft erweitertem Herzmuskel litten. Der eingepflanzte Defibrillator, der bei den Teilnehmern den Herzrhythmus aufzeichnet und ihn bei Störungen wieder in Gleichgewicht bringt, gab den Forschern Auskunft darüber, wie die Herzen der Patienten auf den Gemütszustand reagierten. Je mehr den Patienten Wut und Ärger zusetzten, desto stärker reagierten sie durch Veränderungen im Herzrhythmus.

Nach dieser Ersterhebung wurden der Gesundheitszustand der Herzkranken drei Jahren lang beobachtet. Es zeigte sich, dass wütende Patienten durchschnittlich um 16 Prozent öfter von Herzrhythmusstörungen betroffen waren als ausgeglichene. "Bei Patienten mit der höchsten durch Ärger verursachten elektrischen Destabilität zeigten sich sogar zehn Mal mehr Störungen als beim Rest", berichtet Studienleiterin Rachel Lampert.

Ärger könne demnach auch Ursache für plötzlichen Herztod sein. Ähnliche Effekte seien bei Menschen mit schwachem Herz auch etwa bei Naturkatastrophen, Kriegen oder sogar bei Sportereignissen feststellbar.

Als Ursache dieses Effekts vermutet Lampert eine Alarmreaktion durch starke Gefühle. Womöglich würden sich Adrenalin und andere Stresshormone direkt auf die Herzzellen auswirken. "Wir sollten daher Patienten helfen, besser mit negativen Gefühlen umzugehen", mahnt Lampert. Räumt aber ein: "Selbst wenn starker Ärger auch bei völlig gesunden Menschen messbare Nebeneffekte hat, wird die Gesundheit kaum so deutlich beeinflusst."

WANC 02.03.09, Quelle: Journal of the American College of Cardiology, pte

Wer oft wütend ist, riskiert seine Lunge

Wer sich nicht ärgert, lebt länger

Stress: Gesundheitliche Folgen werden unterschätzt

 
Seite versenden  
Seite drucken