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Magnesium senkt den Blutdruck

Magnesium ist ein Mineralstoff, dem viele gute Eigenschaften nachgesagt werden: es wirkt entspannend, entzündungshemmend, leistungsfördernd, muskellockernd, gegen Diabetes und stärkt die körpereigene Eiweißproduktion. Jetzt wird immer klarer, dass Magnesium auch gegen Hypertonie seine positiven Seiten entfalten und damit ein Alternative für herkömmliche Medikamente sein kann.

Magnesium hat bei einigen Krankheiten seine Finger im Spiel. Vor allem soll das bei Entzündungen, Tinnitus und Migräne der Fall sein. Einige Studien belegen, dass ein Mangel des Mineralstoffes Herzinfarkte, Schlaganfälle oder Herzrhythmusstörungen fördern kann. Die Deutsche Hochdruckliga (DHL) unterstreicht das: „Magnesiummangel kann zu Symptomen wie Müdigkeit, Muskelkrämpfen, Herzrhythmusstörungen und auch Bluthochdruck führen.“ Und bekräftigt das: „In verschiedenen wissenschaftlichen Studien wurde beobachtet, dass Magnesiummangel Bluthochdruck begünstigen kann.“

Die DHL zitiert mehrere große Studien zur Magnesiumtherapie, wobei „Magnesiumtabletten je nach Dosis sowohl den oberen als auch den unteren Blutdruckwert“ gesenkt haben. Dennoch bleiben die Experten der DHL, Professor Dr. med. Klaus Kisters, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin der Medizinischen Klinik I am St. Anna- Hospital in Herne und Dr. med. Thomas Schramm, Praxis für Innere Medizin, Kardiologie und Sportmedizin in Köln Rodenkirchen, vorsichtig. Weil die Datenlage immer noch ungenügend sei, sollten  Hypertoniker „nur bei Nachweis eines gesicherten Magnesiummangels Magnesium einnehmen“.

Die American Heart Association (AHA) ist da ein wenig weiter. Sie bezieht sich auf eine Studie aus 2016 mit 2028 Teilnehmern. Darin verringerte eine tägliche Gabe von 368 Milligramm Magnesium den oberen Wert um bis zu 2.00 mmHg und den unteren um bis zu 1.78 mmHg. Außerdem verbesserten erhöhte Magnesiumwerte den Blutfluß, welches als weiterer Faktor für eine Blutdrucksenkung angesehen wird.

Jetzt geht die AHA noch einen Schritt weiter. Sie fragt sich, ob die Bekämpfung des hohen Blutdruckes allein mit Medikamenten oder einer Reduzierung des Salzkonsums, geführt werden soll oder ob es nicht andere, möglicherweise bessere Strategien gibt: beispielsweise dem Trinkwasser Magnesium und Kalzium beizugeben.

In einer Untersuchung tranken Menschen Wasser mit Natriumchlorid (NCI) und andere Wasser aus dem Hahn. Bei ersteren sank der Blutdruck um durchschnittlich 1.55 mmHg (systolisch) bzw. 1.26 mmHg (diastolisch) im Vergleich zu zweiten. Die Wissenschaftler machen dafür aber nicht das Sodium sondern vielmehr die anderen Mineralstoffe verantwortlich - vor allem Magnesium und Kalzium. Im Urin der Testpersonen stellten sie bei denjenigen die höchsten Magnsium- und Kalziumwerte fest, bei denen der Blutdruck am geringsten war.

Dr. Abu Mohammed Naser von der Emory University Rollins School of Public Health in Atlanta, der die Studie geleitet hat, sagt nun: „Kalzium und Magnesium sind ein Schutz, sie senken den Blutdruck.“ Und: „Wenn man dem Wasser Kalzium und Magnesium beifügt, hat man eine große Chance, dass diese Mineralstoffe besser absorbiert werden.“

9.5.2019 cs / Quelle: Heart

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