Mit elektro-magnetischen Impulsen will man in Zukunft Migräne
behandeln. Die Wellen sollen die Migräne beenden, bevor es zu Kopfschmerzen
kommt.
Ein elektronisches Gerät, das elektro-magnetische Impulse
aussendet, soll Linderung bei Migräne bringen, berichtet die US-American
Headache Society. Das Gerät, das ähnlich aussieht wie ein großer Föhn, hatte
bei einer kleinen Zahl von Migräne-Patienten tatsächlich Erleichterung
gebracht. Wie effektiv das neue Gerät tatsächlich ist, soll nun in einer groß
angelegten Studie festgestellt werden.
Nach Angaben der US-Mediziner von der American Headache Society
war das Gerät in der Lage die Migräne zu „unterbrechen". Zudem sei
festgestellt worden, dass auch die Übelkeit sowie Lärm- und Lichtsensitivität,
die bei Migräne häufig auftauchen, ebenfalls vermindert werden konnte.
Menschen, die an Migräne leiden, berichten häufig davon, dass sie
Zick-Zack-Linien, Sternschnuppen und blitzende Lichter sehen. Diese neuronalen
Störungen, die von Experten als "Aura-Signale" bezeichnet werden,
deuten auf eine bald auftretende Migräne-Attacke hin.
Das Gerät mit dem Namen „TMS" schickt starke elektrische
Wellen aus, die für eine Millisekunde ein heftiges Magnetfeld aufbauen. Der
Theorie nach beendet dieses magnetische Feld die Aura-Phase der Migräne, bevor
es zu den Kopfschmerzen kommt, berichtet das Forscherteam um den Neurologen
Yousef Mohammad vom Medical Center der Ohio State University. Das besondere an
dem Gerät sei, dass 84 Prozent der Patienten bis zwei Stunden nach der
Behandlung keine Lärm-Sensitivität mehr aufwiesen.
Bisher wird Migräne mit
Schmerzmitteln oder mit Triptanen bekämpft. Therapeuten beklagten, dass
Migräne-Patienten oft unnötig leiden müssen, weil ihre Erkrankung nicht korrekt
diagnostiziert wird.
WANC 26.06.06/pte