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Das in der Schokolade enthaltene Theobromin ist ein wirksames Anti-Hustenmittel
Schokolade wirkt gegen Husten

Britische Forscher haben im Hauptbestandteil der Schokolade, Theobromin, einen extrem effektiven Wirkstoff gegen Husten gefunden. Der Stoff ist um mehr als ein Drittel wirksamer als das Hustenmittel Codein. Außerdem weist Theobromin wesentlich weniger Nebenwirkungen auf als das Alkaloid Kodein.

"Husten ist ein medizinischer Zustand, der fast jeden Menschen irgendwann einmal heimsucht. Effektive Behandlungsmethoden fehlen aber bisher", so Studienleiter Peter Barnes vom Imperial College London. Husten kann eine wesentliche Beeinträchtigung des Lebens bedeuten. Die Untersuchung, die zunächst nur an 20 Personen durchgeführt wurde, ergab allerdings ein deutliches Signal zugunsten von Theobromin.

Besonders auffällig war der Vorteil bei der Untersuchung nach den Auswirkungen auf Herz-und Kreislauf aber auch auf das Zentralnervensystem. Kodein darf etwa bei Inbetriebnahme von Fahrzeugen oder Maschinen nicht eingenommen werden, da es die Reaktionsfähigkeit beeinträchtigt. "Für solche Patienten würde sich Theobromin gut eignen", erklärt Studien Ko-Autorin Maria Belvisi.

Codein ist Monomethyläther des Morphins und kommt in Opium vor. Die Substanz, die als Suchtgift eingestuft ist, wirkt nicht nur zentral hustendämpfend, sondern bekämpft allgemein Schmerzen. Häufig wird sie als Kombinationspräparat mit anderen Medikamenten geliefert. Theobromin, ebenso ein Alkaloid, ist ein naher Verwandter des Koffeins. Es regt zwar auch das zentrale Nervensystem an, wirkt jedoch wesentlich schwächer als die meisten Alkaloide. Außerdem erweitert es die Blutgefäße und wirkt harntreibend.

Theobromin (Deutsche Enzyklopädie)
Theobromin ist wie Koffein ein Methylxanthin. Es handelt sich bei Theobromin um das 3,7-Dimethylxanthin, während Koffein (1,3,7-Trimethylxanthin) eine Methylgruppe mehr trägt.Theobromin ist vor allem im Kakao und seinen Produkten enthalten. Seine Wirkung auf den menschlichen Organismus ähnelt der des Koffeins, ist aber deutlich schwächer. Als anregende Substanz wird Theobromin oft mit Koffein verwechselt; es hat aber eine deutlich andere Wirkung auf den Organismus, da es mild und dauerhaft anregend, aber auch stimmungsaufhellend wirkt. Es kommt in Kakao und Schokolade in ungefährlichen Mengen vor, so dass man es nicht überdosieren kann. Das gilt allerdings nur für den Menschen, denn Tiere wie zum Beispiel Hundee oder Pferde verarbeiten die Substanz viel schlechter und darum kann sie für sie sogar tödlich sein.

Codein (Deutsche Enzyklopädie)
Codein, ein Alkaloid, ist ein mäßig starkes, schnell wirkendes Opioid, das als Schmerzmittel, aber auch als Hustenstiller verabreicht wird. Es ist ab einer gewissen Menge pro Konsumeinheit, bzw. ab einer gewissen Konzentration bei Lösungen, der Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung (BtMVV) unterworfen. Durch Metabolisierung zu Morphin, wie etwa auch bei Heroin, entsteht die Wirkung des Codeins. Deshalb kann auch durch die Einnahme von Codein ein (allerdings vergleichsweise milder) Rauschzustand erzeugt werden kann. Etwa 10% der weißen Bevölkerung können Codein nicht metabolisieren. Codein war bis 1999 ein reguläres Substitutionsmittel bei Heroinsucht in Deutschland, das von Ärzten aus Gründen der Compliance und der relativen Unkompliziertheit der Einleitung und Überwindung eines Entzugss bevorzugt wurde.

WANC 24.11.04/pte

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