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Chili und Paprika: Scharfe Sachen gegen Magen- und Darmverstimmungen (Foto: Hemera)
Verdauungsstörungen: Mit Chili und Paprika den Magen beruhigen

Die scharfe Komponente von Paprikapulver und Chili, das Alkaloid Capsaicin, lindert die Symptome von unspezifischen Verdauungsstörungen (Dyspepsie).

Capsaicin ist geschmacklos, doch es reizt Nervenenden, die normalerweise Wärmeimpulse wahrnehmen. Dies empfinden wir als brennende Schärfe. Außerdem desensibilisiert Capsaicin die Enden der schmerzempfindlichen Fasern. Daher gewöhnt man sich an scharfe Speisen, und dieser Eigenschaft verdankt Capsaicin auch seine Wirkung bei Dyspepsie.

Italienische Wissenschaftler verabreichten an der Klinik Bologna 30 Patienten mit funktioneller Dyspepsie täglich entweder 2,5 Gramm Paprikapulver oder ein Placebo. Die Patienten dokumentierten ihr Befinden, vor allem Oberbauchschmerzen, Völlegefühl und Übelkeit. Ab der dritten Behandlungswoche waren diese Beschwerden in der Gruppe, die Paprikapulver erhielt, deutlich verringert. Nach fünf Wochen zeigte sich eine Verminderung der Symptome um etwa 60 Prozent, in der Placebo-Gruppe dagegen nur um etwa 30 Prozent. Die Wissenschaftler schreiben diesen Effekt der Desensibilisierung von Schmerzfasern zu. Paprikapulver könnte demnach eine weitere Komponente in der Behandlung der Dyspepsie darstellen.

Dyspepsie, im Volksmund oft als „Verdauungsstörungen“ bezeichnet, umfasst eine Reihe von Magen- und Darmverstimmungen unterschiedlicher Ursache. Die Betroffenen können unter Sodbrennen, Völlegefühl, Appetitlosigkeit, Schmerzen in Magen und Darm, Verstopfung oder Durchfall sowie Blähungen leiden. Betroffene sollten einige Regeln bei der Nahrungsaufnahme beachten, empfiehlt Diplom Oecotrophologin Katrin Raschke von der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik in Bad Aachen. Da die Verdauung schon im Mund beginnt, ist es wichtig, in Ruhe zu speisen und jeden Bissen gründlich zu kauen. Viele kleine Mahlzeiten belasten den Verdauungstrakt weniger. Personen, die unter Sodbrennen leiden, sollten Kaffee, Alkoholika, fette sowie zuckerreiche Speisen meiden.

WANC 09.09.03

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Sodbrennen Welt

 
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