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Efeuextrakt bei Husten: Schleim verflüssigen
Efeu: Natürliche Heilkraft bei Husten

Bei Husten hilft ein Extrakt aus Efeu. Das wußte bereits Hippokrates (460 – 375 v.Chr.). Bis heute werden häufig aus Efeublättern hergestellte Präparate bei der Behandlung von Atemwegserkrankungen eingesetzt.

Phytopharmaka – Arzneimittel auf rein pflanzlicher Grundlage – erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Die meisten Anwender schätzen vor allem, dass den sogenannten Naturheilmittel keine oder nur sanfte Nebenwirkungen nachgesagt werden. Allerdings ist bei vielen Phytotherapeutika oft nicht bekannt, welche Inhaltsstoffe wie und warum helfen.

Eine Ausnahme machen hier die bei chronisch-entzündlichen Bronchialerkrankungen und akuten Entzündungen der Atemwege zum Einsatz gelangenden Präparate aus Efeublättertrockenextrakt. Forschern der Universität Bonn um Prof. Dr. Hanns Häberlein ist es gelungen, den molekularen Wirkmechanismus des speziellen Pflanzenextraktes bei den therapeutischen Vorgängen im Lungengewebe zu entschlüsseln. Sie haben herausgefunden, dass für die hustenlindernde Wirkung vor allem die in den Efeublättern enthaltenen Saponine Hederacosid C und a –Hederin verantwortlich sind.

Hederacosid C ist zunächst einemal unwirksam und eine Art Prodrug: Also ein Arzneimittel, das erst im Organismus aus der inaktiven in die aktive Form umgewandelt wird. Hederacosid C ist dabei eine Vorläufersubstanz, die sich erst im Körper in das sog. a –Hederin umwandelt, das dann schließlich den Teil des Nervensystems beeinflußt, der die Atemwegsfunktionen reguliert. Dabei wird die Bildung von Stoffen angeregt, die den lästigen Schleim verflüssigen, was das Abhusten erleichtert und den Hustenreiz dämpft. Gleichzeitig erfolgt eine Erweiterung (Relaxation) der Bronchialmuskulatur. Der Atemwiderstand verringert sich und es ist wieder ein besseres Durchatmen möglich.

Die Entschlüsselung des Wirkmechanismus von Efeuextrakt aus "Hedera helix Linné" – so lautet die lateinische Bezeichnung des Arznei-Efeustrauches – hat die in verschiedenen klinischen Studien bereits belegte Wirksamkeit der Arzneipflanze bzw. der aus ihr hergestellten Präparate nun auch pharmakologisch bewiesen. Die Präparate sind in Form von Saft, Tropfen, Tabletten, Zäpfchen und Brausetabletten erhältlich und können auch an Kinder verabreicht werden (Tropfen ab dem 2. Lebensjahr).

WANC 09.01.04/habi

Phytotherapie- Komitee

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