Frauen
Männer
Allergien
Atmungsorgane
Augen, Ohren, Mund, Zähne
Diabetes, Stoffwechselkrankheiten
Haut
Herz-Kreislauf - Herzinfarkt, Schlaganfall
Infektionen, Immunsystem
Migräne, Kopf- und andere Schmerzen
Krebs
Besser informiert: Onkologie
Leber, Magen, Darm, Niere, Schilddrüse
Rheuma, Rücken, Gelenke, Knochen
Psyche, Nerven, Gehirn, Suchtkrankheiten
Alternativ
Weitere Krankheiten
 
 


  Hausmittel Honig: Heilung bei Erkältungen und Verletzungen  
 
Honig: Antibiotische Wirkstoffe (Foto: Hermera)
 …  SWR
 
 …  ZDF-Ratgeber  

 

Honig wird seit alters her als Heilmittel bei Erkältungen und Verletzungen eingesetzt. Neue Forschungen belegen jetzt die Wirksamkeit dieser süßen Medizin.

Jetzt ist sie wieder gekommen, die Zeit von Husten, Schnupfen und Heiserkeit. Nach statistischen Angaben leidet jeder erwachsene Deutsche zwei bis drei Mal pro Jahr an einer Erkältung. 67 Prozent der Erkälteten bevorzugen Hausmittel wie beispielsweise Honig, um die lästigen Symptome in den Griff zu bekommen. Doch nicht nur bei Erkältungen wird Honig als Heilmittel benutzt. Auch als Mittel zur Wundbehandlung wird Honig von alters her eingesetzt, besonders bei schlecht heilenden, eitrigen Wunden.

Doch was steckt eigentlich hinter der Empfehlung, Erkältungen und Wunden mit Honig zu behandeln? Wissenschaftler aus Wales und der Schweiz sind den Geheimnissen des Honigs auf der Spur.
Honig enthält neben vielen anderen Inhaltsstoffen Gluconsäure, Wasserstoffperoxid und Inhibine. Die Gluconsäure sorgt für ein saures Milieu im Honig. Dadurch werden viele Keime an der Vermehrung gehindert. Wasserstoffperoxid schädigt den Stoffwechsel der Krankheitserreger.

Als Inhibine bezeichnet man eine Gruppe verschiedener entzündungshemmender Wirkstoffe, zum Beispiel Lysozym, Flavonoide und aromatische Säuren. Ihre Zusammensetzung und Wirkmechanismen sind allerdings noch nicht vollständig erforscht. Außerdem rückt der Honig den Krankheitserregern mit einem physikalischen Trick auf die Pelle: Durch den hohen Gehalt an Zucker entzieht er den Keimen Wasser. Sie trocknen aus und sterben ab. Bei der Wundbehandlung wird Honig äußerlich auf die Verletzung aufgetragen. Dadurch wird die Wunde luftdicht verschlossen.

Die antibiotischen Wirkstoffe im Honig rücken sogar den gefürchteten Stämmen der Staphylococcus-Bakterien zu Leibe. Da in den vergangenen Jahren Resistenzen gegen Antibiotika stark zugenommen haben, interessiert sich die Wissenschaft wieder besonders für die Inhaltsstoffe des Honigs. Sie hofft, wirksame Behandlungen gegen widerstandsfähige Krankheitserreger zu finden.

Die Wirksamkeit des Honigs bei Erkältungen und Verletzungen ist also kein Ammenmärchen. Inzwischen hat auch die Industrie reagiert und honigimprägnierte Verbände und Wundbandagen entwickelt. Die Experten warnen jedoch bei der Behandlung schlecht heilender Wunden vor Selbstversuchen. Denn es ist unsicher, ob der Honig aus dem Supermarkt während der Produktion erhitzt wurde und noch ausreichend entzündungshemmende Eigenschaften besitzt.

Heiße Milch mit Honig erfreut sich bei Husten und Heiserkeit besonderer Beliebtheit. Am besten kommen die Honigwirkstoffe jedoch zur Geltung, wenn man sich einen Löffel der süßen Speise langsam auf der Zunge zergehen lässt. Oder den Honig im Kräutertee genießt.

WANC 02.02.04/dgk


 
 
Seite versenden  
Seite drucken