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Herzrhythmusstörungen: Frauen werden nicht angemessen behandelt

Frauen werden offensichtlich weniger gut behandelt wie Männer. Ärzte nehmen die gesundheitlichen Probleme von Frauen weniger ernst und versorgen sie deshalb wohl schlechter. Das scheint insbesondere bei Erkrankungen des Herzens der Fall zu sein.

Wenn Frauen unter einer der häufigsten Herzrhythmusstörungen - dem Vorhofflimmern - leiden, dann werden sie  im Vergleich zu Männern von Allgemeinmedizinern viel seltener mit blutverdünnenden Medikamenten therapiert. Ermittelt hat das Dr. Pierre Sabouret (Hopital Pitié-Salpetriere, Paris) bei einer Untersuchung von 15.000 Patienten.

Es stellte sich heraus, dass 48 Prozent der Frauen mit Vorhofflimmern Vitamin-K-Antagonisten erhielten. Das ist die von ärztlichen Expertenkommissionen in sogenannten Behandlungsleitlinien festgelegte beste Behandlungsart. Der Anteil der so versorgten Männer betrug aber 52,6 Prozent. Wenn es um die Prävention ging, dann blieben 30,5 Prozent der Frauen unbehandelt. Bei den Männer bekamen 25,4 Prozent keine präventiven Medikamente. Mehr als 21 Prozent der Frauen erhielten  Aspirin verschrieben, was aber nicht den Vorgaben für eine adäquate Behandlung  entspricht.

Sabouret sagt, dass dieses Verhalten der Ärzte in krassem Widerspruch zu der Tatsache steht, dass Frauen ein höheres Schlaganfall-Risiko haben als Männer. Dabei ist es seiner Ansicht nach fatal, dass gerade bei den über 75jährigen Frauen die Wahrscheinlichkeit, nicht behandelt zu werden, um ein Drittel höher lag als bei Männern.

Berliner Ärzteblatt 11.09.2013/ Quelle: ESC 2013

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