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Hoffnung auf Brustkrebs-Prävention: Tamoxifen

Es gibt Frauen, die unter einer hohen genetischen Veranlagung für Brustkrebs leiden. Bei diesen Frauen sind die Gene BRCA1 und BRCA2 mutiert. Deren Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, liegt bei 50% bis 80%. Ist bei diesen Frauen in einer Brust Krebs aufgetreten, dann liegt die Wahrscheinlichkeit, dass eine Erkrankung auch in der anderen Brust auftritt, bei 60%. Das Risiko einer erneuten Erkrankung lässt sich laut einer Studie mit Tamoxifen senken, falls es nach der ersten Tumorerkrankung eingenommen wird.

Weltweit wurden zwischen 2007 und 2012 etwa 2.500 Frauen im Alter von 35 Jahren und älter untersucht, deren Erbanlagen Mutationen in BRCA1 oder BRCA2 aufweisen und bei denen Brustkrebs diagnostiziert worden war. Rund ein Drittel der Frauen wurden mit Tamoxifen behandelt. Tamoxifen wird seit Jahrzehnten zur Behandlung von Brustkrebs eingesetzt. Erst kürzlich haben Studien ergeben, dass Tamoxifen bei Frauen möglicherweise Brustkrebs verhindern kann. Doch ob das auch bei Frauen mit dem höchsten Risiko funktioniert, war fraglich.

Die mit Tamoxifen behandelten Frauen erhielten über einen Zeitraum von fünf Jahren 20 mg Tamoxifen am Tag. Bei diesen Frauen sank das Risiko für eine Brustkrebserkrankung um zwischen 31% und 67%. Allerdings bringt das Medikament unerwünscht Nebenwirkungen, wie Krebs der Gebärmutterschleimhaut, Schlaganfall, Herzinfarkt, Venenthrombose und Lungenembolie. Das Risiko für derartige Nebenwirkungen war bei Frauen unter 50 Jahren viel geringer als bei Frauen über 50 Jahren.

Es gab bestimmte Gruppen von Frauen, die darüber hinaus besonders für Nebenwirkungen gefährdet waren. Dazu gehörten Frauen, die immobil waren und Frauen mit Übergewicht (Body Mass Index über 25).

Berliner Ärzteblatt 19.08.2013/ Quelle: JCO 2013

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