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Rauchen steigert Gefahr für Brustkrebs

Lange Zeit gingen Ärzte davon aus, dass Rauchen nichts mit Brustkrebs zu tun hat. Doch diese Einschätzung scheint sich mittlerweile als Irrtum heraus gestellt zu haben. Inzwischen liegen einige Untersuchungen vor, die das Gegenteil belegen.

Ärzte vom Fred Hutchinson Cancer Research Center im us-amerikanischen Seattle haben heraus gefunden, dass junge Frauen, die etwa eine Schachtel Zigaretten am Tag über einen Zeitraum von mindestens zehn Jahren verbrauchten, ein deutlich erhöhtes Risiko für eine Brustkrebserkrankung hatten. Untersucht wurden Patientinnen im Alter von 20 bis 44 Jahren, bei denen Brustkrebs in den Jahren 2004 bis 2010 diagnostiziert worden war.

Erstaunlich aber war, dass sich Rauchen auf unterschiedliche Brustkrebsarten unterschiedlich auswirkte. Bei der häufigsten Form des Brustkrebs, dem Östrogenrezeptor positiven Brustkrebs, sorgte Rauchen für eine Erhöhung des Erkrankungsrisikos um 60%. Bei einer anderen, aber wesentlich seltener vorkommenden Form, dem triple-positiven Brustkrebs, hatte Rauchen gar keinen Einfluss auf das Risiko.

Schon 2011 hatte die Universität von West-Virginia bei einer Auswertung von Daten von fast 80.000 Frauen die Auswirkung von Rauchen bestätigt. Die Studie zeigte, dass aktive Raucherinnen um 16% häufiger an Brustkrebs erkrankten als Frauen, die nie geraucht hatten. Frauen mit einem über 50 Jahren andauernden Zigarettenkonsum, waren um 35% mehr gefährdet. Gaben Frauen das Rauchen auf, sank das Risiko zwar mit der Zeit auf 9%. Doch die höhere Gefährdung dauerte 20 Jahre an. Die Studie hat auch ergeben, dass sogar Passivrauchen das Erkrankungsrisiko für Brustkrebs steigerte.

 
Berliner Ärzteblatt 19.02.2014/ Quelle: BMJ 2014

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