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Osteoporose: Betroffene Frauen verkennen das Risiko

Frauen bekommen häufiger Osteoporose als Männer. Fast ein Drittel aller Frauen über 60 Jahren leiden an dem Abbau der Knochenmasse. Dennoch glauben die meisten nicht, dass ihr Risiko für einen Knochenbruch erhöht ist. Neben dieser Fehleinschätzung wird Osteoporose aber auch häufig zu spät erkannt und behandelt, beklagen Experten.

„Viele Frauen sehen keinen Zusammenhang zwischen einer bei ihnen festgestellten Osteoporose und den ernsten Folgen der Erkrankung, insbesondere ein erhöhtes Risiko für Knochenbrüche und den mit Knochenbrüchen einhergehende Behinderungen", so Dr. Ethel Siris, an der GLOW-Studie (Global Longitudinal Study of Osteoporosis in Women, Weltweite Langzeitstudie zu Osteoporose bei Frauen) beteiligte Forscherin. „Die Studie macht deutlich, dass Ärzte ihren Patientinnen dabei helfen müssen, sich darüber klar zu werden, was die Diagnose Osteoporose für sie bedeutet, und zwar nicht nur aus ärztlicher Sicht, sondern auch hinsichtlich der möglichen Auswirkungen, die die Erkrankung auf ihr Leben haben kann."

Laut Ergebnissen der GLOW-Studie sind 55 Prozent aller Frauen, bei denen Osteoporose diagnostiziert wurde, nicht der Meinung, einem höheren Risiko für Knochenbrüche als gleichaltrige Frauen ausgesetzt zu sein. Bei Osteoporose handelt es sich um eine Krankheit, bei der die Knochen schwächer werden und es deshalb eher zu einem Knochenbruch kommen kann. Unbehandelt kann die Erkrankung, ohne sich durch Schmerzen bemerkbar zu machen, solange fortschreiten, bis es zu einem Knochenbruch kommt.

Jede zweite Frau über 50 erleidet im Laufe ihrer verbleibenden Lebenszeit einen mit Osteoporose zusammenhängenden Knochenbruch. In der Folge kann es zu chronischen Schmerzen, eingeschränkter Beweglichkeit, Verlust der Eigenständigkeit und erhöhtem Sterberisiko kommen.

Schon ein Knochenbruch nach dem 45. Lebensjahr reicht aus, um die Lebensqualität einer Frau zu beeinträchtigen. Dies zeigte sich für alle im Rahmen der Studie untersuchten zehn Knochenbruchlokalisationen (Wirbelsäule, Knöchel, Arm, Schlüsselbein, Hüfte, Becken, Rippe, Handgelenk und Ober- und Unterschenkel).

„Derzeit wird Osteoporose zu selten diagnostiziert und nicht ausreichend behandelt", bemängelt Dr. Cyrus Cooper, der auch an der GLOW-Studie mitwirkte.

Bei der GLOW-Studie handelt es sich um eine Langzeit-Beobachtungsstudie an Frauen ab dem 55. Lebensjahr, die in den letzten zwei Jahren vor Studienbeginn einen Allgemeinarzt aufgesucht haben. Über 60.000 Frauen wurden über mehr als 700 Allgemeinärzte in 17 Städten in den USA, Kanada, Europa und Australien in die Studie aufgenommen. Im Rahmen der GLOW-Studie werden über einen Zeitraum von 5 Jahren Informationen zu Osteoporose gesammelt. Dabei werden mittels einer jährlichen Patientenbefragung Daten hinsichtlich Risikofaktoren, Behandlungsansätzen, Patientenverhalten und bei Knochenbrüchen erzielte Behandlungsergebnisse erhoben.

WANC 22.09.08/ Quelle: The Center for Outcomes Research, University of Massachusetts Medical School

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