Frauen
Männer
Allergien
Atmungsorgane
Augen, Ohren, Mund, Zähne
Diabetes, Stoffwechselkrankheiten
Haut
Herz-Kreislauf - Herzinfarkt, Schlaganfall
Infektionen, Immunsystem
Migräne, Kopf- und andere Schmerzen
Krebs
Leber, Magen, Darm, Niere, Schilddrüse
Rheuma, Rücken, Gelenke, Knochen
Psyche, Nerven, Gehirn, Suchtkrankheiten
Alternativ
Weitere Krankheiten
 
 

Schwangere
Wenn Frauen mit einem Überschuss an männlichen Hormonen abnehmen, dann werden sie leichter schwanger (Foto: BBC)
Unfruchtbar: Abnehmen hilft Frauen mit Hormonstörung

Das Polyzystische Ovarsyndrom (PCOS) ist die häufigste hormonelle Störung von Frauen im gebärfähigen Alter. Die Betroffenen sind aufgrund eines Überschusses männlicher Hormone meist unfruchtbar. Für die meisten Patientinnen ist ein erster und sehr wirksamer Schritt zu Fruchtbarkeit, Gewicht zu verlieren.

Bei jeder 10. bis 20. Frau zwischen 20 und 50 Jahren sind die Eierstöcke mit zunehmendem Alter von Zysten durchsetzt. Eisprünge erfolgen unregelmäßig oder gar nicht. Frauen mit PCOS leiden zudem häufig unter Akne und sind am Körper stark behaart, während das Kopfhaar ausfällt – alles Zeichen für ein Zuviel an männlichen Hormonen. „Frauen mit polyzystischen Ovarien produzieren zu viele Androgene, aber vor allem auch zu viel Insulin“, sagt Professor Dr. Harald Klein, Mediensprecher der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) und Diabetesexperte von der Universitätsklinik Bergmannsheil in Bochum.

Bei Gesunden senkt Insulin effektiv den Blutzuckerspiegel. Bei Frauen mit PCOS ist es dagegen weniger wirksam. Aufgrund dieser „Insulinresistenz“ produziert der Körper immer mehr davon. Der hohe Insulinspiegel begünstigt wiederum Übergewicht und stört den Hormonhaushalt.

Nach Ansicht von Professor Dr. Hendrik Lehnert, Direktor der Medizinischen Klinik I am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein in Lübeck, muss hier die Therapie ansetzen: “Allein eine Gewichtsabnahme um fünf Prozent verringert die Symptome beim PCO-Syndrom erheblich.“ Denn dadurch verbessere sich die Wirkung des Insulins. „Die Frauen fühlen sich nicht nur besser, auch die Chancen auf einen normalen Eisprung und eine Schwangerschaft steigen.“ Das Risiko für Schwangerschaftsdiabetes und Fehlgeburten sinke.

Ärzte verstärken die Wirkung von Insulin bei Frauen mit PCOS inzwischen auch medikamentös. Bewährt hat sich der Einsatz neuerer Antidiabetika wie Metformin oder – in besonderen Fällen – auch einem Glitazon. Diese Wirkstoffe helfen auch dann, wenn kein Diabetes besteht: „Diese Medikation kann bei den betroffenen Frauen die Zahl der Eisprünge um das fünf- bis zehnfache steigern“, betont Lehnert.

Häufig würden sich auch die durch die Androgene hervorgerufenen Störungen bessern. Allerdings: Die genannten Medikamente sind nicht für die Behandlung des PCOS zugelassen. Ihr Einsatz bei dessen Behandlung erfolgt deswegen „off label“ und erfordert unter anderem eine ausführliche ärztliche Aufklärung über mögliche Risiken und eine Einverständniserklärung der Patientin, erklärt die DGE.

Das hormonelle Durcheinander des PCOS schädigt langfristig auch Herz und Gefäße: “Untersuchungen zeigen, dass Frauen mit PCO-Syndrom durch eine Atherosklerose erheblich gefährdet sind“, weiß Klein. Denn Blutdruck und Cholesterinwerte seien bei vielen Patientinnen erhöht, die Wände der Gefäße verdickt. Klein: „Wir haben allen Grund zu befürchten, dass dies tödliche Herzkreislauferkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall begünstigt und fordern deshalb, unbedingt frühzeitig einzugreifen.“ Eine Behandlung des PCOS schütze laut DGE deshalb auch vor deren Folgeschäden.

WANC 20.12.2007
Quelle: H. Lehnert: Endokrinologie 2007; Deutsche Medizinische Wochenschrift 2007; 132: 1420-1423

Immer mehr unfruchtbar

Frauen: Überschuss männlicher Hormone macht unfruchtbar

Fragen und Antworten zu Wechseljahren
Welches pflanzliche Mittel hilft gegen Brustschmerzen in den Wechseljahren?

Wann werden Hormonpräparate in den Wechseljahren heute noch empfohlen?

Wann treten Hitzewallungen un den Wechseljahren am häufigsten auf?

Gibt es auslösende Faktoren, die das Auftreten von Hitzewallungen begünstigen?

Wie kann ich selber feststellen, ob ich in die Wechseljahre komme?

Überblick aller Fragen und Antworten zu Wechseljahren

 
Seite versenden  
Seite drucken