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Frauen erhalten Medikamente, die auf Studien beruhen, die vorwiegend mit Männern durchgeführt wurden
Herzmedikamente: Bei Frauen zu wenig erforscht

Frauen reagieren anders als Männer. Auch auf Medikamente. Doch die Erforschung des unterschiedlichen Ansprechens wird noch vernachlässigt. So auch bei den Risiken von Herzmedikamenten, weil an Medikamententests vorwiegend Männer teilnehmen.

Zu wenig ist derzeit über die möglichen Nebenwirkungen von Herzmedikamenten bei Frauen bekannt. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie der Charité - Universitätsmedizin Berlin gekommen. Die Wissenschafter monieren, dass eine Überprüfung der vorhandenen Daten gezeigt habe, dass diese Medikamente bei Patientinnen eine unterschiedliche Wirkung haben können. Da aber zu wenige Frauen an entsprechenden Studien teilgenommen hätten, stünden nicht ausreichend Daten zur Verfügung. Verantwortlich dafür sei, dass Herzerkrankungen lange Zeit als "männliche" Erkrankungen gesehen wurden. Inzwischen sollen mehr Frauen an einem Herzleiden sterben als an Brustkrebs.

Die Wissenschafter analysierten Studien, die sich mit der Behandlung von kardiovaskulären Erkrankungen bei Frauen beschäftigten. Es zeigte sich, dass Frauen in mehreren Bereichen auf die Medikamente anders reagierten als Männer. Es ist erwiesen, dass Aspirin bei Männern hilft einen Herzanfall zu verhindern. Die gleiche Wirkung scheint jedoch bei Frauen nicht gegeben zu sein. Digitalis wird bei Patientinnen mit einer höheren Sterberate in Verbindung gebracht als bei Patienten. Potenziell lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen treten zudem deutlich häufiger bei Frauen auf. Aus diesem Grund sollten sie bei einer Behandlung genauer beobachtet werden.

Die Wissenschafter erklärten, dass Studien normalerweise nachträglich durchgeführt würden. Sie fordern mehr vorausblickende Untersuchungen, die Faktoren wie den hormonellen Aufbau und bekannte Unterschiede in den biochemischen und physiologischen Reaktionen ebenfalls berücksichtigen.

Die Kardiologin Verena Stangl betonte, es sei von entscheidender Bedeutung, dass die Versuchsreihen so gestaltet würden, dass sie die erforderlichen Daten lieferten. "Da zu wenige Frauen an Tests zu Herzerkrankungen teilnehmen, sind wir nicht sicher, ob sie wirklich von einigen Behandlungsansätzen profitieren, die bei Tests mit vorwiegend männlichen Teilnehmern gut abgeschnitten haben. Also verschreiben wir Frauen Medikamente, die auf Daten von Studien beruhen, die vorwiegend mit Männern durchgeführt wurden und wissen nicht wirklich, ob wir den Patientinnen helfen oder ihnen schaden."

Zum Beispiel gibt es laut der Wissenschafterin keine vorausblickenden Daten für die Wirkung von Digitalis auf Frauen. "Es ist unklar, ob es wirklich mit einer erhöhten Sterblichkeit bei Frauen zusammenhängt, oder ob dieser Anstieg nur eine Folge einer Überdosierung ist."


WANC 05.08.05/pte
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