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Ist die Überlebenszeit nach einer Krebserkrankung gestiegen?

Die allgemeine mittlere Überlebenszeit nach einer Krebserkrankung hat sich in den vergangenen vier Jahrzehnten von einem Jahr auf fast sechs Jahre verbessert. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Macmillan Cancer Support. Die Forschungsergebnisse machen aber auch einen traurigen Mangel an Fortschritt bei manchen Arten von Krebs sichtbar. Dazu gehören Lungen- und Magenkrebs.

Die Studie hat die Überlebenszeit und die entsprechenden Schätzungen für 20 Krebsarten analysiert. Die Forscher gehen davon aus, dass die ermittelten Zahlen für ganz Großbritannien Gültigkeit haben. Mit den Überlebensraten wird allgemein jene Anzahl von Menschen bezeichnet, die einen bestimmten Meilenstein erreicht haben - ein, fünf oder zehn Jahre nach Erstellung der Diagnose. Berechnet wurde auch die mittlere Überlebenszeit. Jene Zeit, die vergeht, bis die Hälfte der Patienten an Krebs gestorben ist.

Mittleres Überleben verlängert
Die Zahlen zeigen eine Verbesserung der allgemeinen mittleren Überlebenszeit. Patienten, die ihre Diagnose 1971 oder 1972 erhielten, konnten hoffen, noch ein Jahr zu leben. Vier Jahrzehnte später sind es bereits sechs Jahre. Bei sechs Krebsarten ist diese Überlebenszeit mittlerweile länger als zehn Jahre. Der größte Fortschritt wurde bei Darmkrebs erzielt. Die Überlebenszeit ist heute um das 17-fache länger. Bei Non-Hodgkin-Lymphomen stieg sie um das Zehnfache. Bei Brustkrebs hat sich Überlebenszeit seit 1970 verdoppelt und liegt seit den 90er Jahren bei über zehn Jahren. Die Daten zeigen aber auch, dass die Überlebenszeit bei neun Krebsarten bei drei Jahren oder weniger liegt.

Bei manchen Krebsarten ist noch keine Heilung in Sicht
In diesen 40 Jahren konnten bei Lungen-, Gehirn- und Bauchspeicheldrüsenkrebs nur geringe Fortschritte erzielt werden. Lungen- und Gehirnkrebspatienten haben auch heute noch nur wenig länger zu leben also vor 40 Jahren. Bei Lungenkrebs sind es heute 13 statt 11 Wochen, bei Gehirntumoren 28 statt 20 Wochen. Eine wirklich wirksame Behandlung gibt es derzeit nicht. Die Wissenschaftler betonten aber auch, dass trotzdem mehr Krebspatienten länger leben und viele mit langfristigen Gesundheitsproblemen zu kämpfen haben, die durch die Behandlung verursacht wurden. Dazu gehören Erschöpfung, Unfruchtbarkeit sowie Schädigungen der Lunge und des Herzens.

Quelle: Macmillan Cancer Support
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