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Aktuell > 2010
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Gegen Rückenschmerz durch Änderungen des Verhaltens vorgehen: vor allem mehr bewegen (Foto. DAK)
Rückenschmerzen vermeiden: Mehr bewegen

Viele Menschen werden von Rückenschmerzen geplagt. Doch insbesondere eine Änderung des Verhaltens im Arbeitsleben könnte Schmerzen vermeiden helfen. Das bedeutet: Bewegung in den Alltag bringen. Das schafft man beispielsweise, indem man die Treppe statt den Aufzug benutzt und beim Telefonieren aufsteht.

Volksleiden Rückenschmerzen: Rund 80 Prozent der Bundesbürger haben es im Lauf ihres Lebens im "Kreuz". “Jede fünfte Frau und jeder siebte Mann in Deutschland leiden sogar unter chronischen Beschwerden", sagt Dr. Ulrike Roth, Arbeitsmedizinerin
beim TÜV Rheinland. "Dabei spielen psychische Aspekte wie Stress, Angst, Zwangshaltungen und Unzufriedenheit am Arbeitsplatz eine wichtige Rolle. In den seltensten Fällen stecken tatsächlich krankhafte Veränderungen wie Bandscheibenvorfälle dahinter."

Menschen, die überwiegend eine sitzende Tätigkeit ausüben, können durch gezielte Einstellungs- und Verhaltensränderungen im Berufsleben so genannte banale Rückenschmerzen vermeiden. Als entscheidende Vorbeugung empfiehlt TÜV Roth, sich im Alltag mehr zu bewegen, um so die Muskeln zu trainieren.

Wer häufig vorm Computer sitzt, sollte etwa den Drucker nicht neben dem PC aufstellen. Besser sei es, aufzustehen und die Dokumente zu holen. Gleiches gelte für das Telefonieren: Wenn möglich, nicht sitzen bleiben, sondern sich vom Stuhl erheben und im Raum umhergehen. Auch viele E-Mails an Kollegen im Nachbarzimmer sind
häufig überflüssig - lieber hingehen und die Dinge im Gespräch klären. In mehrstöckigen Gebäuden sei es zudem sinnvoll, die Treppe statt den Aufzug zu benutzen.

Durch einfache Maßnahmen bei der ergonomischen Gestaltung des Arbeitsplatzen, können Verspannungen im Schulter-Nacken-Bereich und Schmerzen in der unteren Wirbelsäule vermieden werden. So ist beim Stuhl auf eine individuell einstellbare
Rückenlehne und eine leicht nach vorn abfallende Sitzfläche zu achten. Dabei sollte die Lehne nicht fixiert werden, sondern jede Bewegung mitmachen. Dynamisches Sitzen - also häufige Positionswechsel, sich räkeln und strecken - verhindert die einseitige Belastung der Muskulatur.

WANC 26.07.10, Quelle: TÜV Rheinland

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