Schlaflosigkeit: Warnzeichen des Körpers
Ausdauersportler: Häufig Herzprobleme
Körperfett-Anteil bestimmt Bluthochdruck-Risiko
Jugendsexualität: Späterer Sex, bessere Verhütung
Kaffee schützt vor Herzinfarkt
Geistiges Training schützt vor Alzheimer
Lebensstil beeinflußt Auftreten von Kopfschmerz
Die Gesundheitsgefahren dicker Kinder
Ausdauertraining hilft auch Älteren mit Herzschwäche
Depressionen: Tabuthema
Krankenhaushygiene: Von Gefahren u. Versäumnissen
Beerenobst: Müllabfuhr der Gehirnzellen
Wenn sich Blutgefäße entzünden
Ebola: Es gibt Hoffnung
Ozon erhöht Allergiepotential in Pollen
Warum Hände desinfizieren vor Erkältung schützt
 
 

Aktuell > 2010
Foto: Stock photo
Rauchen kann das Risiko für Alzheimer erhöhen (Foto: Stock photo)
Rauchen erhöht das Alzheimer-Risiko

Rauchen, so viel steht fest, ist die Ursache mancher Erkrankungen. Auch auf das Gehirn wirkt sich Rauchen negativ aus. Wer häufig zur Zigarette greift, hat doppelt so hoher Gefahr, im Alter Alzheimer zu entwickeln. In der Vergangenheit gab es Meldungen, dass genau das Gegenteil der Fall sei.

Wissenschaftler der University of California in San Francisco analysierten eine Reihe früherer Studien zum Thema. Eine Erkenntnis: Vor allem auf das Verhältnis der jeweiligen Wissenschaftler zur Tabakindustrie kommt es an, ob Rauchen als Risikofaktor für Alzheimer gilt oder nicht.

Die 43 Studien, die zwischen 1984 und 2007 zum Thema Rauchen und Alzheimer durchgeführt wurden, wurden nach bestimmten Kriterien beurteilt: Studienaufbau, von welcher Qualität die Fachzeitschriften waren, in denen die Studien jeweils publiziert wurden, wann die Veröffentlichung erfolgte und auch ob die Autoren Verbindungen zur Tabakindustrie besaßen. Für die letztere Angabe dienten ihnen 877 Dokumente der Tabakindustrie, die bis zum Zeitpunkt der Studienveröffentlichung noch geheim waren.

Das Naheverhältnis zur Industrie konnte in jeder vierten Studie nachgewiesen werden. Genau diese Studien waren es jedoch, die den Schluss gezogen hatten, dass Rauchen den Ausbruch von Alzheimer verzögern kann oder sogar davor schützt. So wurde beispielsweise gemeldet: „Ein Abbauprodukt von Nikotin verringert offenbar die Bildung der für Alzheimer typischen Plaques im Gehirn. Diese schützende Wirkung von Nornikotin haben amerikanische Wissenschaftler nachgewiesen. Dadurch lassen sich Resultate früherer Studien erklären, nach denen Rauchen den Ausbruch der Krankheit hinauszögert. (Quelle: Bild der Wissenschaft - http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/214927 mit Bezug auf Proceedings of the National Academy of Sciences -DOI 10.1073, PNAS 1332847100).

Bei den Studien, die keinen Interessenskonflikt aufwiesen, zeigte sich hingegen ein um den Faktor 1,72 höheres Alzheimer-Risiko bei Rauchern, was fast einer Verdoppelung der Gefahr bedeutet.

Studienleiterin Janine K. Cataldo warnt denn auch vor dem Mythos verbreitet worden, dass Rauchen vor Alzheimer schütze. "Die Auswirkungen von Alzheimer auf die Lebensqualität der Betroffenen wie auch auf das Gesundheitssystem steigt ständig. Eine genaue Klärung seiner Risikofaktoren - wozu besonders das Rauchen gehört - ist somit wichtig."

WANC 08.02.10, Quelle: Journal of Alzheimer's Disease, pte

Raucher: Bekommen eher eine Demenz

Raucher haben kleinere Gehirne

Fragen und Antworten zu verschiedenen Gesundheitsthemen
Welche Obstsorte hat den größten Einfluss auf den Blutzucker?

Wann treten Hitzewallungen in den Wechseljahren am häufigsten auf?

Warum verursachen die Schmerzmittel ASS, Diclofenac und Ibuprofen manchmal Magenprobleme?

Wie läuft eine Darmspiegelung ab?

Wie beginnt eine Schizophrenie?

Überblick aller Fragen und Antworten

 
Seite versenden  
Seite drucken