
Wein mit 10 anstatt 14% Alkoholgehalt soll das Risiko für Krebs vermindern (Foto: Stock photo)
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Weniger Alkoholgehalt, geringeres Krebsrisiko?
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Wein, mit einem geringeren
Alkoholgehalt, könnte das Risiko einiger Krebserkrankungen senken. Das
gelte dann, wenn Wein mit einem Alkoholgehalt von zehn statt 14 Prozent
getrunken werde, behauptet der World Cancer Research Fund (WCRF).
Allerdings sind die tatsächlichen Effekte wohl eher gering.
Die Berechnungen basieren auf Zahlen einer Studie aus dem Jahr 2007,
die den Zusammenhang zwischen Alkoholkonsum und Krebserkrankungen
untersuchte. Darin wurde empfohlen, dass Männer pro Tag nicht mehr als
zwei alkoholische Getränke, Frauen nicht mehr als eines konsumieren
sollten. Aus diesen Daten ließ sich das Risiko ableiten, dass durch
jede zusätzliche zehn Gramm regelmäßig konsumierten Alkohol entsteht.
Zehn Gramm entsprechen etwas mehr als einem Drink.
Ein Mensch, der ein Glas mit 250 Millilitern Wein trinkt, hat ein um
sieben Prozent geringeres Darmkrebs-Risiko hat, wenn es statt 14 nur
zehn Prozent Alkohol enthält. Das bedeutet tatsächlich nur eine geringe
Senkung des Risikos. Es gibt auch keine klaren Hinweise darauf, wie
lange weniger starker Wein getrunken werden müsste, um diesen Effekt zu
erreichen. World Cancer Research Fund (WCRF) geht jedoch davon aus,
dass pro 100 Personen, die sich umstellten, ein Fall von Darmkrebs
verhindert werden könnte.
Die detaillierten Untersuchungen galten auch nur für Darmkrebs. Es
bestehe laut WCRF jedoch kein Grund, warum das Risiko nicht auch bei
anderen Krebsformen wie Hals-, Speiseröhren- oder Brustkrebs
vergleichbar sinken sollte. Rachel Thompson, Wissenschaftskoordinatorin
des WCRF, betonte, dass es für die Krebsprävention am besten wäre,
überhaupt keinen Alkohol zu trinken.
Man müsse jedoch realistisch sein, schränkt sie ein. Viele Menschen
tränken gerne Alkohol und sähen ihn als Teil ihres sozialen Lebens an.
Vielleicht bringt das die Organisation dazu, sich für leichteren Wein
einzusetzen, obwohl die Auswirkungen relativ gering sind.
WANC 01.02.10, Quelle: World Cancer Research Fund, pte
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