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Yogaübungen können sich auf verschiedene Beschwerden positiv auswirken (Foto: Jürgen Reitböck/ pixelio.de)
Yogaübungen können sich auf verschiedene Beschwerden positiv auswirken (Foto: Jürgen Reitböck/ pixelio.de)
Yoga: Mit Atem- und Meditationstechniken den Blutdruck senken

Yoga macht und ist gesund. Das jedenfalls ist die Botschaft von Christiane Eitle, die von sich selbst sagt, 3000 Studien zum Thema Yoga und Gesundheit gecheckt zu haben. Yoga soll demnach bei Schmerzen aller Art - von Rücken- bis Kopfschmerzen - helfen, bei Herz-Kreislauf-Problemen wirken und Symptome eines Diabetes verbessern. Auch bei der Behandlung von Krebspatienten werde Yoga erfolgreich eingesetzt. Eine neue Studie will nun zeigen, dass Yoga bei Hypertonie-Patienten helfen kann, den Blutdruck zu senken.

Selbst die Deutsche Hochdruckliga lobt Yoga: „Yoga kann den Bluthochdruck senken und das Herz-Kreislauf-System stärken. Zu diesem Ergebnis kamen zahlreiche Studien.“ Aber natürlich hat die Liga auch gleich ein paar Warnungen parat: „Doch nicht alle Übungen eignen sich für Menschen mit Bluthochdruck.“ Vor allem Übungen, die den Blutdruck im Kopfbereich erhöhen, etwa Kopf- und Schulterstand, und Atemtechniken, bei denen die Luft angehalten wird, sollten vermieden werden. Bei zu hoher Belastung drohte Schwindel, Benommenheit und Unwohlsein, in schlimmsten Fällen sogar Schlaganfälle und Bandscheibenschäden.

Ärzte der Klinik für Naturheilkunde und Integrative Medizin, Kliniken Essen-Mitte, legen nun eine Studie vor, die untersucht hat, welche Auswirkungen Yoga auf den Blutdruck hat. Dazu wurden 75 Hypertonie-Patienten/innen im Durchschnittsalter von 58,7 Jahren in drei Gruppen eingeteilt: in der ersten wurde Yoga mit körperlichen Übungen, in der zweiten wurden nur Atem- und Meditationstechniken und in der dritten kein Yoga ausgeübt. Die Yogagruppen führten ihre Übungen 90 Minuten pro Woche durch.

In einer 24-Stunden-Blutdruckmessung wurde dann der Blutdruck ermittelt. Dabei stellte sich heraus, dass bei denjenigen, die Yoga nur mit Atem- und Meditationsübungen betrieben hatten, im Vergleich mit den Nicht-Yoga-Übenden um -3,8 mmHg beim systolischen Blutdruck gesunken war. Auch bei denjenigen, die auch körperliche Übungen ausgeführt hatten, verminderte sich der systolische Blutdruck: um -3,2 mmHg.

Die Mediziner ziehen daraus die folgenden Schlüsse: „Übereinstimmend mit vorhergehenden Studien induzierte nur Yoga ohne Yogahaltungen eine kurzfristige Reduktion des systolischen ambulatorischen Blutdrucks. Da Yoga bei Patienten mit Hypertonie unter pharmakologischer Behandlung sicher und wirksam war, kann er als zusätzliche Behandlungsoption für Betroffene empfohlen werden.“

14.12.2018 cs / Quelle: Deutsches Ärzteblatt

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