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Auch Sie sollten auf einer Reise alle zwei Stunden die Beine bewegen, nicht rauchen, viel trinken und leicht essen
Reisen ohne Thrombose

Die Angst vor einer Thrombose reist bei Überseeflügen, in engen Bahnabteilen oder stundenlangen Autobahnstaus mit. Einige Tricks können helfen, das Risiko zu minimieren.

Bei eine Thrombose verschließen sich wichtige Arterien, Venen oder die Herzhöhle vollständig oder teilweise infolge eines Verklebens der Blutplättchen (= Thrombozyten). Die verstopften Gefäße können zu Unterversorgungserscheinungen des betroffenen Gewebes, Herzinfarkt oder Schlaganfall führen.

Wenn auf eine genetische Vorbelastung oder eine bereits bestehende Arteriosklerose externe Risikofaktoren wie Rauchen, die Einnahme der Anti-Baby-Pille oder eben lange Urlaubsreisen treffen, steigt das Risiko für eine Thrombosenbildung sprunghaft an, warnt die Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik. Wer jedoch um seine Vorbelastung weiß, oder eventuellen Gefahren vorbeugen möchte, kann sich auf lange Flug-, Bahn- oder Autoreisen entsprechend vorbereiten und verhalten.

Grundsätzlich müssen Reisende auf eine gleichmäßige Durchblutung der Beine und Arme achten. Also: Spätestens alle zwei Stunden für ausreichend Bewegung und, wenn möglich, frische Luft sorgen. Wenn die Beine bereits eingeschlafen sind, ist es höchste Zeit – dies ist schon ein Warnsignal des Körpers für die fehlerhafte Durchblutung des Gewebes.

Folgende Übungen können SIe auch im Sitzen ausführen: Öfter abwechselnd Zehen und Fersen anheben; die Zehen am
Boden oder im Schuh fest nach unten biegen; mehrmals das Gesäß
anheben, ohne aufzustehen; die Füße mit etwas Abstand parallel
nebeneinander stellen und dabei die Oberschenkel zusammenpressen.

Das Rauchen von Zigaretten verhindert zusätzlich eine gleichmäßige Durchblutung, denn durch das Nikotin ziehen sich die Gefäße zusammen, was gerade im Flugzeug unbedingt zu vermeiden ist. Zudem sollten Reisende auf eine reichliche Flüssigkeitszufuhr achten, wobei alkoholische Getränke, Kaffee, schwarzer Tee oder Softdrinks diuretisch wirken, dem Körper mehr Flüssigkeit entziehen als sie ihm zuführen. Dadurch verringert sich das Blutvolumen, es wird also dicker und birgt ein höheres Risiko für verstopfte Gefäße.

Die Getränke der Wahl sind Mineralwasser, Fruchtsaftschorlen oder Früchtetees, die sich nicht nur positiv auf das Blutvolumen auswirken, sondern auch auf den Mineralstoff- und Vitaminhaushalt des Reisenden. Darüberhinaus sollte man leichte und bekömmliche Snacks wie Vollkornsandwiches mit mageren Belägen, Gemüse, Obst oder Joghurt bevorzugen, weil sie den Organismus weniger belasten als beispielsweise die Currywurst-Pommes an der Autobahnraststätte.

WANC 21.07.04

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